Motivbild

Motivbild

Versteigerungsbedingungen

für Immobilien, Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte - privat -

Mit der Teilnahme an der Versteigerung werden folgende Bedingungen anerkannt:

  1. Die Versteigerung erfolgt freiwillig. Sie wird vom Auktionator Walter Frerichs in fremden Namen und für fremde Rechnung durchgeführt.
  1. Der Auktionator und die Auftraggeber haften nicht für sichtbare oder unsichtbare Mängel.
  1. Die Objektbeschreibungen werden nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommen; sie stellen keine zugesicherten Eigenschaften im Sinne des Paragraphen 459, Abs. 2 BGB dar.
  1. Der Auktionator übernimmt keinerlei Gewähr oder Haftung für sonstige mündlichen Angaben oder Zusagen.
  1. Die Objekte können bis zu einem Tag vor der Versteigerung besichtigt und geprüft werden. Die Grundstücke werden versteigert ohne Gewähr für einen bestimmten Flächeninhalt und in dem Zustand, in dem sie sich zurzeit befinden.

    Das gleiche gilt für die aufstehenden Gebäude.

  1. Der Versteigerungstermin wird angesetzt, sobald das angesetzte Mindestgebot schriftlich (auch per Post oder per Internet) abgegeben wurde.
  1. Jeder Bieter hat vor Beginn des Versteigerungstermins eine genügende schriftliche Sicherheit beim Auktionator zu hinterlegen. Ohne Vorlage einer schriftlichen Bankreferenz oder anderer Sicherheiten kann im Termin nicht mitgeboten werden.
  1. Der Zuschlag wird erteilt, wenn nach dreimaligem Wiederholen des höchsten Gebotes ein Übergebot nicht abgegeben wird und der vom Aufraggeber vorgeschriebene Mindestpreis erreicht ist.
  1. Der Kaufvertrag wird durch Protokollierung des anwesenden Notars beurkundet.
  1. Sollte ein Versteigerungstermin angesetzt worden sein, obwohl ein Mindestangebot nicht abgegeben wurde, und ein Zuschlag unter   Mindestpreis erteilt wurde, erfolgt dieser - sofern keine besondere Vereinbarung getroffen wurde -  nur unter Vorbehalt.
  1. Erfolgt ein Zuschlag unter Vorbehalt, so ist der Bieter drei Wochen an sein Gebot gebunden. Für das wirksam werden des Zuschlages   genügt die Absendung der schriftlichen Benachrichtigung an die vom Bieter genannte Adresse.
  1. Der Zuschlag unter Vorbehalt kann jederzeit überboten werden, sei es durch neuen Ausruf, durch mündliches oder schriftliches Gebot beim Auktionator bzw. bei einem zur Annahme eines solchen Gebotes Bevollmächtigten. Das Recht auf festen Zuschlag geht damit auf den Letztbietenden über. Dadurch verliert der vorher gegebene Zuschlag seine Gültigkeit. Wird der Mindestpreis geboten, so kann der Zuschlag sofort fest erfolgen.
  1. Der Auktionator kann ein Gebot ablehnen. In diesem Fall bleibt das vorher abgegebene Gebot verbindlich.
  1. Geben mehrere Personen das gleiche Gebot ab oder besteht Uneinigkeit über den Zuschlag, so kann der Auktionator das Objekt sofort nochmals ausrufen und den Zuschlag zugunsten eines Bieters erteilen.
  1. Schriftliche Gebote haben bei gleichem Saalgebot Vorrang und müssen in angemessener Weise überboten werden.
  1. Wenn ein Höchstbieter ein Gebot nicht gelten lassen will, so kann der Auktionator diesem trotzdem den Zuschlag erteilen und die sich hieraus ergebenden Rechte weiterverfolgen. Er kann aber auch den Zuschlag dem nächst niedrigerem Gebot erteilen oder das Objekt neu ausrufen.
  1. Der Zuschlag verpflichtet zur Abnahme und Zahlung.
  1. Mit dem Zuschlag gehen über:

·         der Besitz

·         die Nutzung

·         die Lasten und

·         die Gefahr.

  1. Jeder Bieter kauft in eigenem Namen und auf eigene Rechnung.
  1. Auf den Zuschlagpreis kommt das vom Ersteigerer an den Auktionator zu zahlende Aufgeld in Höhe von 5% des Zuschlagpreises zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer auf das Aufgeld.
  1. Sämtliche weiteren in dem Erwerb des Objektes verbundenen und entstehenden Kosten (z.B. Grunderwerbsteuer, Beurkundungs- und Umschreibungskosten usw.) gehen zu Lasten des Ersteigerers.
  1. Der Zuschlagspreis ist auf das im Kaufvertrag angegebene Konto einzuzahlen. Das Aufgeld zuzüglich Mehrwertsteuer ist sofort fällig und in bar am Tage der Auktion dem Auktionator zu zahlen.
  1. Bei Erwerb durch schriftlichen Auftrag ist die Bezahlung binnen drei Tagen nach Benachrichtigung zu erbringen.
  1. Bietaufträge werden gewissenhaft erledigt. Sie müssen genaue Angaben enthalten und spätestens einen Tag vor Versteigerungsbeginn schriftlich unter Beifügung der notariellen Vertretungsvollmacht erteilt werden. Bis zum Beginn der Versteigerung muss ausreichende Sicherheit geleistet werden; anderenfalls kann die Ausführung der Aufträge unterbleiben.
  1. Auch für Bietaufträge gelten die Versteigerungsbestimmungen, insbesondere die sich aus dem notariellen Protokoll ergebenden Verfügungen.
  1. Ebenfalls für Bietaufträge gilt, dass der Auktionator ein Gebot ablehnen kann. Weder der Auktionator noch seine Helfer haften für die richtige Durchführung eines Bietauftrages oder eines sonstigen Ferngebotes.
  1. Die vorstehenden Bedingungen gelten sinngemäß auch für den freihändigen Verkauf der Objekte.
  1. Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile sind Norden. Rechtsbeziehungen richten sich nach deutschem Recht. Sollte eine dieser Bestimmungen ungültig sein, so bleiben die übrigen gleichwohl gültig, anstelle der ungültigen Bestimmung tritt die entsprechende Vorschrift des BGB.

Walter Frerichs

(öffentl. best. u. vereid. Auktionator)